madeira-guide.de - die Geschichte Madeiras
Insel des Holzes ...oder auf portugiesisch Ilah da Madeira
Der Sage nach gehört Madeira zum Teil des versunkenen Königreiches Atlantis. Die zu der Inselgruppe Madeira gehörenden Archipele waren wahrscheinlich schon im 6 Jh. V. Chr. den Phöniziern bekannt. Im 1. Jh. v. Chr. hießen die Inseln wegen der dort betriebenen Purpurfärberei Insulea Purpurariae.
Trotz der frühen Erwähnung gibt es keine Hinweise auf eine ständige Anwesenheit oder Säßhaftigkeit, erst ab dem 14. Jahrhundert wurde Madeira regelmässig von Seefahrern besucht.
Die eigentliche Besiedlung Madeiras, der damals noch nicht Blumen dafür aber Holz reichen Insel, durch Portugal fand auf geheiß von Heinrich des Seefahrers im Jahre 1420 statt. Um das für den Schiffbau so kostbare Lorbeerholz zu gewinnen wurden Sklaven von den Kanaren, der Afrikanischen Küste und sogar Nordamerika auf die heutige Urlaubsinsel gebracht.
Ende des 15. Jahrhunderts zieht Madeira immer mehr Europäer an, allen voran flämische und italienische Händler Familien werden durch die Fruchtbarkeit der Insel und dem damit verbundenen Wohlstand gelockt.
Dank des fruchtbaren Bodens den Madeira besitz spielte der Anbau von Zuckerrohr eine immer größer werdende Rolle. Bis Anfang des 16. Jahrhundert beliefert Portugal den europäischen Markt mit Zuckerrohr. Erst als die Böden nichts mehr hergeben werden Zuckerrohr Plantagen in Weinberge umgewandelt.
Ebenso wie die Azoren und das Mutterland Portugal stand Madeira von 1580 bis 1640 unter spanischer Herrschaft, die von Spaniern eingeführte Insel Zentral Regierung wird übernommen.
Madeira wird eine wichtige Station für die Segler auf dem Weg in die neuen Welten und Umschlagplatz für Güter nach und von Amerika, Indien und Westafrika. Auch für Sklavenhändler ist Madeira eine wichtige Basis.
Ob wohl Madeira bei der Heirat von Katharina von Braganza und dem englischen König Charles II eigentlich als Mitgift an England gehen sollte, blieb die Insel in portugiesischer Hand. Nur in den napoleonischen Kriegen von 1801 bis 1814 besetzte die britische Krone Madeira zum Schutz vor den Franzosen. Die enge Bindung und der Einfluss Englands blieb bis heute bestehen.
1926 während des Militärputsch in Portugal regt sich auf Madeira widerstand gegen die Hungergesetze die eine Monopolisierung des Getreide Import vorsehen, 1931 wird der Widerstand blutig von Truppe niedergeschlagen. Viele Insulaner werden auf die Kapverden und Azoren deportiert.
Im zweiten Weltkrieg ist Madeira durch die Zugehörigkeit Portugals neutral.
Die erste Flugverbindung zwischen England und Madeira wird 1947 eingerichtet, weil auf Madeira selbst keine Landebahn für Flugzeuge dieser Reichweite existiert mittels Wasserflugzeug.
Ab 1960 wird der Flugverkehr über den Flughafen der Nachbarinsel Port Santo abgewickelt, Reisende müssen um nach Madeira zu kommen mit dem Schiff übersetzen. Erst vier Jahre später wir der eigentliche Madeira Airport Santa Catarina eröffnet.
Seit 1976 ist Madeira eine Autonome Region Portugals, seit 1980 darf Madeira auf Grund der Eigenständigkeit Briefmarken herausbringen.
Portugal unterschreibt 1981 das Washingtoner Artenschutzabkommen und Madeiras Walfänger harpunieren ihren letzten Wal, vier Jahrzehnte Walfang und Verarbeitung nehmen auf Madeira ein Ende.
Durch einen Ausbau des Flughafens 1985 entwickelt sich Madeira zu sehens vom exklusiven Reiseziel der Gutbetuchten hin zu einem Ziel des Massentourismus.
1993 Eintritt Portugals in die europäische Union, die nun zustehenden Subventionen fliessen auf Madeira zu einem Großteil in den Strassenbau.
2000 Angesichts des immer wichtiger werdenden Wirtschaftsfaktors Tourismus muss der Flughafen Santa Catarina vergrößert werden, aus Platzmangel wird die Landebahn auf 180 Betonstelzen gebaut, 2004 kommt ein neues Terminalgebäude hinzu. 2005 betrug die Fluggastzahl rund 2,3 Millionen.
